Fotowettbewerb der Tageszeitung junge Welt: Blende 2006

Bilder, die bewegen

Liebe Leserinnnen, liebe Leser,

haben wir es mit zu viel Bildern zu tun? Wer Diskussionen über »Visualisierung«, »Bilderflut « oder eine angebliche »ikonische Wende«, die sich gegen sprachlichen Ausdruck richte, verfolgt, muß den Eindruck gewinnen, die Menschheit leide unter einer Diktatur der Fotografen. Das ist alles geringfügig übertrieben, aber in Zeiten von Dauerfernsehen, Internetsucht und Bilderchenwut in Zeitungen scheint immerhin so viel Wahres dran zu sein: Mach dir lieber dein eigenes Bild, bevor du mit bunter Belanglosigkeit zugeschüttet wirst.

Diese Aufforderung greifen wir gern auf, wie seit mehr als 20 Jahren, und rufen Ihnen zu: Machen Sie mit bei der »Blende«, dem Leserwettbewerb um gute Fotos. Der Jahrgang 2012 ist hiermit eröffnet und seine vier Themen, sollen Sie anregen, in welche Richtung Sie den Sucher Ihrer Kamera richten können. Es soll in einem jW-Leserwettbewerb natürlich um soziale Fragen, um politische Probleme (und Schweinereien) gehen, aber nicht nur. Elend und Brutalität von Verhältnissen werden durch schöne Abbildungen nicht beseitigt, aber häufig verfälscht. Umgekehrt gilt: Ein »schönes« Foto erfaßt solche Wirklichkeit wesentlich eindringlicher als jedes Wort. Aber zur Wirklichkeit gehören auch Idylle, Glück und Freude.

Redaktion und Verlag

Blende-Themen 2012
Teilnahmebedingungen


Foto: Hans-Jürgen Diener (Dresden) »Der Wassermann« (in Prag), Einsendung zum Blende-Fotowettbewerb 2011


Veranstalter:

Mitveranstalter:

Sponsoren 2012: